Hannah Grabmayer (Wien), Felix Kaufmann (Wien), Eva Riedlsperger (Wien/Frankfurt am Main): Das erste Frauenkrankenhaus in Wien – der Friedhof der Elisabethinen als „Archiv“
Moderation: Michaela Binder, Martin Scheutz und Nelly Eisenreich PRÄSENZVERANSTALTUNG
Abstract:
Als Resultat der Ergrabung des Friedhofes der Wiener Elisabethinen (Wien III) im Jahr 2019 – das erste Frauenkrankenhaus der Residenzstadt Wien – erwuchs ein interdisziplinäres, vom FWF gefördertes Forschungsprojekt (FWF P 36495-G: „Unseen Women – The Hospital of Elisabethians in Vienna and the Development of Gendered Medical Care in the 18th Century from an Interdisciplinary Historical and Bioarchaeological Perspective“). Dieses interdisziplinäre Projekt führt Bioarchäolog:innen und Historiker:innen bei der Auswertung der Grabbefunde und der schriftlichen Quellen zusammen. Neben einer breiten Aufarbeitung der Ordensgeschichte der Wiener Elisabethinen steht die Untersuchung der Patientinnenbücher und der Skelette, die über das Krankheitsbild der behandelten Frauen im 18. Jahrhundert erzählen, im Mittelpunkt. Im Dialog mit den textlichen Quellen erzählt das „Archiv“ des Friedhofes (356 vollständige Skelette) über Arbeitswelt, Konfession und die Krankheiten einer Patientinnenkohorte, die aus der Mittel- und Unterschicht erwuchs.
Zu den Vortragenden:
Hannah Grabmayer, Studium der Anthropologie in Wien, seit 2017 bei Novetus GmbH als Anthropologin tätig, seit 2023 Dissertation und Mitarbeit am FWF-Projekt
Felix Kaufmann, Studium der Historischen Hilfswissenschaften und Archivwissenschaften am Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Masterarbeit zum ersten Patientinnenbuch der Elisabethinen, derzeit am Wiener Stadt- und Landesarchiv tätig
Eva Riedlsperger, Studium der Historischen Hilfswissenschaften und Archivwissenschaften am Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Masterarbeit zur Klosterschule von St. Peter in Salzburg, seit 2023 Dissertation (an der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Mitarbeiterin am FWF-Projekt 2023–2025.
Rückfragen: martina.fuchs@univie.ac.at
